Geschenke…

Geschenke…

Du hast Geburtstag und ich bekomme die Geschenke!!!

Yay… Wie toll!!!
…oder?!

Ich habe nun bestimmt 10mal in den Kalender geschaut und nachgezählt… 5?!? 5 Jahre?!? Der 5. Geburtstag ohne dich??? Egal, wie oft ich zähle. Es bleibt dabei.
Und ich bin irgendwie fassungslos.

Fassungslos und traurig. Nicht zu Tode betrübt, aber traurig… Du fehlst…

Und wieder einmal war ich auf diese Traurigkeit nicht vorbereitet. Mit Fertigstellen des Buches habe ich noch so viele Tränen vergossen, dass ich wirklich dachte, nun sei auch erst einmal wieder gut.
Und überhaupt bin ich doch momentan so glücklich und lebendig – wie passt es da, dass ich dich vermisse?

Tja, ich habe aufgehört mit dem Versuchen, diese Gefühle zu verstehen. Sie sind halt da.

Zurück zu den Geschenken:

Ich fühle mich reich beschenkt, denn ich habe Menschen in meinem Leben, mit denen ist eine ganz fantastische Bandbreite an Gesprächen möglich.

Ohne deinen Tod hätte ich diese Menschen so nicht getroffen… Ich weiß ja nicht, wie es so ist, da, wo du jetzt bist – aber ich kann mir gut vorstellen, dass du mich um diese Begegnungen beneidest… beneiden würdest?! Hm, für solche Formulierungen gibt es im Deutschen wohl nicht die richtige Zeitform ;0)

Wenn ich so überlege, sind das Menschen, die den Tod direkt gespürt (im Sinne von erlebt oder gesehen) haben oder die ihn ganz direkt in ihrem Leben aushalten können. So viel Lebendigkeit ist möglich, wenn man den Tod als Zeichen der Endlichkeit akzeptiert.

Gerade auf der Messe „Leben und Tod“ habe ich viele solcher lebendigen Gespräche geführt: in der einen Minute fällt man sich vor Wiedersehensfreude um den Hals und lacht schallend über ein ulkiges Erlebnis – in der nächsten erzählt man auf einmal, wie man dem Tod begegnet ist.

Facebook-Verknüpfungen in die Realität holen, virtuelle Blog-Bekannte live und in Farbe treffen (liebe Grüße an die Waldträumerin!),… Ein Geschenk, was für herzliche Verbindungen aus diesen sehr oberflächlichen Medien entstehen!

Wertvoll, wenn man Menschen begegnet, mit denen man sehr kurzfristig und echt zwischen lustig und tief wechseln kann. Selten, deshalb besonders. Danke!

(Stefan Bitzer)

Das finde ich so schön und treffend formuliert, dass ich gefragt habe, ob ich es hier in meinen Blog kopieren darf (danke Stefan!).

Noch ein Geschenk 💙

Ja, und das sind teilweise wirklich krasse Schicksalsschläge, die man sich da berichtet. Manchmal auch Geschichten, bei denen mir der Gedanke kommt „ich könnte das nicht aushalten“ (obwohl ich ganz genau weiß, dass das so nicht stimmt – und: würde ich glauben, dass ich meine eigenen Erlebnisse (er)tragen könnte, wenn ich sie nicht bereits erlebt hätte?!?).
Ich kann gut verstehen, dass nicht jede oder jeder es aushalten kann, frei darüber zu sprechen, sondern sich lieber hinter einer Maske oder in sich selbst versteckt… Und auch nicht jeder oder jede kann nach solchen Erzählungen von ganz persönlichen Dramen lachen und Witze machen…
Umso mehr schätze ich es, wenn man mir mit der gleichen Offenheit und Ehrlichkeit begegnet, die ich für mich als selbstverständlich erachte…

Mir gibt das eine ganz besondere Freiheit und Leichtigkeit… Ohne Maske ist Fliegen möglich… Und dann schaffe ich es manchmal, einen übergeordneten Blick zu finden

Vom Mond aus betrachtet, spielt das Ganze gar keine so große Rolle.

Oder aber von über den Wolken… Danke, liebe Silke, für dieses Foto (wieder ein Geschenk), das ich hier so passend finde:

Freunde geben die nötige Leichtigkeit in Zeiten der Trauer
(c) Silke Kaiser

…und wenn ich schon da oben herumschwebe, fühlt es sich fast so an, als könne ich dir winken…

Danke, dass du in meinem Leben warst und dass durch dich mein Leben eine so besondere Wendung genommen hat…

Träne aus dem Augenwinkel wischen (schluchz, doch mehr als eine…) und dankbar lächeln…

Alles Liebe zum Geburtstag, Andreas ♥♥♥

Tadaaa…

Tadaaa…

Ich kann es kaum fassen, aber es ist tatsächlich wahr:

Mein Buch ist da!!!

Trauerblog als Buch
Das erste Exemplar ist da!

Möchtest du es bestellen?

*Werbung an* Hier ist das möglich:

Kilian Andersen Verlag – Shop

Mit der ISBN-Nummer kannst du es auch im Buchhandel deines Vertrauens bestellen. Hinweis: ab und an bekommen KundInnen die Rückmeldung, dass ein Buch nicht verfügbar sei. Manche Bücher (wie meines) sind nicht im Großhandel gelistet, von BuchhändlerInnen kann aber auch direkt beim Verlag bestellt werden…

ISBN 978-3-9820066-1-1

*Werbung aus*

Oh, ich freue mich so, dass meine Worte nun auch auf anderem Wege zu Lesenden finden können… Ich hatte große Zweifel, ob es Sinn ergibt, etwas zu drucken, dass eh im Netz zu lesen ist. Jetzt, wo ich das Buch in den Händen halte, sind die Zweifel fort… Es ist einfach schön und eine andere Art zu lesen…
Ja, und das Design im Buch ist noch viel, viel schöner als hier im Blog dargestellt ♥

1.000 Dank an dich und euch da „draußen“, die mir Mut gemacht haben, diesen Schritt zu wagen!!!

Auf geht’s ♥

Verliebt…

Verliebt…

…in mein Buch ;0)

„Wie ich Schritt für Schritt mit der Trauer im Leben weitergehe“

So lautet der Untertitel meines Blog-Buches… Nun liegt uns der erste komplette Entwurf des Buches vor. Das Cover ist ja fertig, wie ich berichtet habe. Nun haben wir die Schriftart, Farben und Designeffekte im Innenleben besprochen und ausgewählt.

Die Zusammenarbeit mit Verlag und Grafiker ist großartig. Es ist ein Freude!

Trauerblog macht Glücksgefühle ♥

Meine Texte nun in so liebevoll zusammengestellter Form vor mir zu sehen, hat mich sehr berührt und unfassbar dankbar gemacht ♥♥♥

Dir muss das Buch am Ende nur maximal halb so gut gefallen wie mir – dann bedeutet das, dass du hellauf begeistert bist *lach*

Wir prüfen nun Verbesserungsbedarf und suchen Rechtschreibfehler – und wenn wir nichts mehr finden, schicken wir das Ganze zum Druck…

Hier ein Mini-Puzzleteil vom Cover:

Snip

Ich freue mich drauf!

Heimlich, still und leise…

Heimlich, still und leise…

…passieren ganz viele Dinge im Hintergrund.

Damit das Buchprojekt nicht so geheimnisvoll bleibt, schreibe ich euch einmal einen kurzen Zwischenstand:

Ein Cover für das Buch ist gemeinsam mit dem Kilian Andersen Verlag erstellt – ich liebe es und hoffe, es gefällt auch euch!
Nun geht es an weitere Abstimmungen und (uffz…) nochmaliges Korrekturlesen… Es macht aber so große Freude, an einem Herzensprojekt zu arbeiten – da nehme ich das seeehr gerne in Kauf ♥

Ursprünglich war Februar/März als Veröffentlichung angepeilt. Nun hat es aus verschiedenen Gründen ein wenig länger gedauert.

April, April,… Nein, kein Aprilscherz! Aber auf Mitte April können wir uns vorsichtig freuen! Spätestens Ende April kann man meinem Blog dann auch „anfassen“… Ui…

Ich freue mich drauf! ♥

In der Trauer wirbelt man manchmal umher wie ein Blatt im Wind
© Martine Blankenburg
…einfach DANKE!

…einfach DANKE!

Um diesen Beitrag schleiche ich nun schon ein paar Tage (nein, mittlerweile Wochen) herum: schreibe ich diese Zeilen?!

Nunja, ähm… Einfach mal anfangen und schauen, was passiert ;0)

Ich hatte den Eindruck, dass unendlich viele Beiträge zu Weihnachten und zum Jahreswechsel geschrieben wurden – irgendwie war alles gesagt und geschrieben und diskutiert. Allerdings nicht das, was mir am Herzen liegt, daher schreibe ich heute nun doch!

Am Silvestertag war ich im Ruheforst, habe mir den Wind um die Ohren pusten lassen und den Blick aufs grau-in-graue Meer genossen. Obwohl es ziemlich kühl war, habe ich eine ganze Weile auf „meinem“ Baumstumpf gesessen und mir erlaubt, in Ruhe auf das Jahr zurück zu schauen.

Ein wenig hatte ich mich bereits im Rahmen der Rauhnächte mit dieser Rückschau beschäftigt. Ich war völlig überrumpelt angesichts der Erinnerungen, die dabei aufkamen… Durch meinen Durchhänger im Dezember fühlte ich mich vorerst ganz bedrüppelt und trübselig…

Und dann?

Jeden Monat des Jahres 2018 betrachtet, gab es so unfassbar viele unfassbar tolle Ereignisse… Mein Leben stand Kopf, hat Purzelbäume gemacht, Fahrt aufgenommen, Brummkreisel gespielt,… Und alles, was zuerst schwer und mühselig war, ist letztlich gut geworden – aber sowas von ♥

Vor gar nicht allzu langer Zeit hatte ich Mühe, mich auf die positiven Dinge zu fokussieren, die schönen Dinge wertzuschätzen. Nun dreht sich auf einmal alles und es fällt mir eher schwer, mein Glück zu fassen… Herrlich lebendig!

Als ich mich eine Weile mit der Rückschau-im-Kopf beschäftigt hatte, war es Zeit, die Blickrichtung zu wechseln: was ist und was kommt?
Das alles hier zu teilen ist selbst mir nun zu privat… Aber in Summe kam ein warmes Bauchgefühl auf, das mich hat strahlen lassen:

Danke! …einfach: DANKE!

Wem gilt nun dieses Glücksgefühl der Dankbarkeit? Tja… Ich habe häufig in letzter Zeit so vor mich hin gegrinst und gedacht „das warst doch du?!“
Viele und Vieles gab es, was zu diesem Gefühl beigetragen hat. Und letztlich: Ist das nicht egal? Es ist. Und es fühlt sich gut an.
Ich freue mich auf die nächsten Wochen und Monate! Ja, ich werde schimpfen und nörgeln über all‘ das, was nicht so glatt läuft, wie ich das gerne hätte. Genauso werde ich aber lachen und tanzen bei allem, was schön ist!

Wo bist du auf deinem Weg? Hast du ab und an das Gefühl der Dankbarkeit? Oder ist das außerhalb deines Wahrnehmungsbereiches? …das kann ich sehr gut nachfühlen. Ich hätte mir selbst so manches Mal einen Vogel gezeigt ;0)
Vielleicht kannst du ein Fünkchen Dankbarkeit verspüren dir selbst gegenüber? Du hast überlebt… Du bist nicht liegen geblieben… Wow!

Wirklich häufig hatte ich in den letzten Monaten das Gefühl von „Angekommensein“ – ich freue mich aber, dass das für mich nicht Stillstand bedeutet! Denn so gehe ich stetig weiter… Schritt für Schritt… Mit Tränchen im Augenwinkel von Lachen und auch vom Weinen… und dennoch: mit einem Lächeln im Gesicht…

Trauerblog ganz blumig inszeniert

Trauerblog wird Buch…

Trauerblog wird Buch…

Ein Buch! Mein Blog wird ein Buch!!!

Ich kann es gar nicht fassen, dass ich hier noch gar keinen Beitrag dazu geschrieben habe… Allerdings habe ich den Eindruck, dass ich mich nun wirklich sehr viel und oft und öffentlich gefreut habe – ja, auch hüpfend! – somit ist diese Nachricht vermutlich keine Überraschung mehr ;0)

Heute ist das Thema „Buch“ wieder sehr präsent.

Mit meiner Freundin habe ich darüber gebrütet, wie wohl ein Cover für ein Buch, nein: mein Buch aussehen könnte.

Ich schreibe ja keine neuen Texte, sondern meine Blogbeiträge werden gedruckt. Da muss es doch eine schöne Verknüpfung geben… Intensives Brainstorming bei Kaffee und Vanillekipferl hat unfassbar viel Spaß bemacht – danke dafür ♥

Mir gefällt das von uns Ersonnene seeehr und ich bin gespannt, was Verlag und Team davon halten werden…

Ich bin ganz hibbelig darauf, meine Texte gedruckt in der Hand zu halten… Eigentlich habe ich dadurch, dass ich am Laptop schreibe, meine Beiträge ja ständig „in den Fingern“… Das dann aber so richtig auf Seiten gedruckt zum Anfassen – das wird noch ein ganz anderer Schnack…

Die Uhr tickt und im Frühjahr wird es soweit sein:

„…ein Stück untröstlich“ als Buch!

wenn Trauer-online Trauer-zum-Anfassen wird

Psssst… Ein „Geheim-Tipp“: Ende Dezember verlost Eva Terhorst einen Gutschein für mein Buch in ihrem „Adventskalender für Trauernde“. Schau doch mal auf ihrer Seite vorbei – ihr Adventskalender geht im Gegensatz zu den „normalen“ bis zum 31. Dezember und es gibt täglich schöne Geschenke zu ergattern: klick

Herzensdinge…

Herzensdinge…

Wenn da jemand ist, der dein Herz zum Hüpfen bringt…

Wenn da jemand ist, der dir Schmetterlinge in den Bauch zaubert…

Wenn da jemand ist, dem du am liebsten entgegenrufen würdest, wie viel er dir bedeutet, du aber kein Wort in diese Richtung herausbringst, weil du irgendwie Angst davor hast, dass deine Gefühle nicht so erwidert werden…

Das ist doch wunderbar aufregend, total schön und berührend, oder?

In einem ganz „normalen“ Alltag sind das ganz „normale“, herzerwärmende Gedanken und Gefühle… Und wer sich an solche Verliebtheitsphasen zurückerinnert (oder sich gerade mittendrin befindet), der weiß, wie anstrengend es sein kann, das auszuhalten… Schön und schwer zugleich…

Als Trauernder – oder vielleicht auch nicht mehr Trauernder (wann ist man eigentlich nicht mehr trauernd?!?), jedenfalls als jemand, dessen Partner verstorben ist – hat man häufig zusätzliche Faktoren, die es noch um ein Vielfaches schwerer machen, dieses Gefühlschaos auszuhalten:

…darf ich das? Darf ich solche Gedanken haben, wenn ich meinen Partner verloren habe? JA, natürlich! Darf ich wieder glücklich sein? JA!

Aber häufig erwartet dein Umfeld entweder von dir, dass du bitte noch eine angemessene Zeit lang (wie lange bitte ist „angemessen“?!?) alleine zu bleiben hast, weil dein Partner ja tot ist. Oder du hättest dir längst einen neuen Partner suchen sollen… Ein „genau richtig“ gibt es irgendwie nicht, oder? Am „besten“ gibt es im Umfeld einen wilden Mix aus beiden Extremen – auf wen hörst du?

Ich stelle mich ganz eindeutig auf die Seite, dass jeder Trauernde den für sich richtigen Weg wählen mag. Wer kurz nach dem Tod eines geliebten Menschen einen neuen Herzensmenschen findet – wie wunderschön! Wer längere Zeit alleine bleibt – schön, wenn es für dich passt! Und wer einfach keine Partnerschaft mehr eingehen möchte – richtig, wenn es sich gut anfühlt!
Ich habe den Eindruck, dass darüber schon viel geschrieben wurde und hoffe sehr, dass auch du an dieser Stelle ausschließlich auf dich und dein Bauchgefühl hörst!
Das Umfeld möge an dieser Stelle bitte still halten und lieber versuchen, den Trauernden auf seinem Weg zu unterstützen. Es sollte egal sein, wie die eigene ganz persönliche Meinung dazu ist, welcher Weg „richtig“ ist: jeder hat es sowas von verdient, glücklich zu sein oder zu werden – und als Trauernder heißt es nicht, dass man vergisst, was war, nur weil man fröhlich und glücklich ist.

So, wenn nun dieses „ich darf glücklich sein“ bestätigt und okay für mich ist und somit feststeht… Wo bitte ist denn dann nun das Problem?

Dazu tauche ich noch ein Stück weiter in die Vergangenheit… Ich habe an anderer Stelle schon einmal erzählt, dass mein Sohn nicht der leibliche Sohn von Andreas ist. Es gibt da also logischerweise noch einen leiblichen Vater.
Worüber ich bislang aber nicht geschrieben habe, ist, dass der leibliche Vater meines Sohnes auch nicht mehr lebt. Darüber zu schreiben fällt mir definitiv ausgesprochen schwer, denn das war eine sehr problematische Geschichte. Wir waren lange getrennt, als er starb und unsere Geschichte verlief ganz anders als meine mit Andreas – und doch mit demselben Ergebnis: Tod.

Naja, und wenn man es dann einmal von außen betrachtet: mir ist bereits zweimal ein Lebensabschnittspartner in jungen Jahren weggestorben… Krass, oder?

Was stimmt nicht mit mir?

Bin ich kaputt? Habe ich irgendetwas an mir, das die Männer an meiner Seite sterben lässt? Was mache ich falsch, dass es mir nicht vergönnt sein soll, mit einem Partner an meiner Seite jahrzehntelang leben zu dürfen?

Das sind Schuldgefühle, die die Welt nicht braucht, was? Und doch: diese Gedanken können aufkommen.
Ich habe diese Gefühle nicht so empfunden – möchte die Gedanken aber trotzdem mit dir teilen. Ich habe sie nämlich von einem anderen Trauernden so gehört und war zu Tränen gerührt und erschüttert. Ich war fassungslos angesichts der Last, die da drückt. Nein, selbstverständlich bist du nicht schuldig! Du bist genau richtig wie du bist ♥
Hier gibt es keine Schuld, die getragen werden will – lass diese schwere Bürde beim Leben, außerhalb deiner Kontrolle…

Was ich aber sehr deutlich spüre momentan ist, dass ich einfach eine irre Angst in mir habe. „Irre“ steht einerseits für die Stärke dieses Gefühls und andererseits für seine Verrücktheit… Diese Angst ist in keinster Weise rational erklärbar.

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Quelle: Pixabay

Aber sie ist eben da…

Hmmmm…

In mir ist diese irre Angst, dass ich noch einmal erleben muss, wie mein Partner stirbt.
Dabei ist es doch eigentlich der ganz natürliche Lauf des Lebens. Früher oder später kommt jede Partnerschaft an einen Endpunkt. Das muss ja nicht einmal zwingend der Tod sein – auch eine Trennung, weil man sich nicht mehr liebt, ist ein Ende… Und dagegen kann man keine Versicherung abschließen oder sonstwelche Garantien vereinbaren… Wer eine Verbindung eingeht, muss auch das Risiko eingehen, dass sie zerbrechen kann. Das nennt man Leben…

Mir ist aber diese Unbefangenheit verloren gegangen. Natürlich habe ich mir immer mal Gedanken gemacht, ob eine Beziehung von Dauer ist… Bislang dachte ich allerdings immer, dass ich es mit in der Hand habe, ob eine Verbindung hält oder nicht.
Den Tod als zusätzlichen „Spielpartner“ hatte ich nie im Blick.
Nun ist er ständig präsent. So wie wir alle geboren werden, werden wir eines Tages sterben.

Diese Endlichkeit hat einen ganz besonderen Zauber in sich: Wie wäre es, einfach so viel Leben und Glück ins Jetzt zu packen, wie nur geht? Angesichts des unausweichlichen Endes alle Liebe im Moment verspüren…? Einfach immer mein Bestes versuchen?

Zähneklappern

Eigentlich, ja eigentlich bin ich mutig und packe an, was ich möchte. Hier schlottern mir aber definitiv die Knie und ich mag mich nicht trauen, obwohl ich so sehr neugierig bin, was wäre wenn…

Ich wünsche mir also sehr, dass ein Mann, dem ich genauso viel bedeute, wie er mir… Ja, ich wünsche mir, dass der mutig auf mich zugeht, mich abholt, mich an die Hand nimmt und mir Mut macht:

„Komm, vertrau mir. Lass uns schauen, wo das hinführt…“

Tja, und solange der hier nicht auf seinem Schimmel vorbeigeritten kommt oder ich einen wagemutigen Schritt gehe – solange genieße ich dieses pure Leben, das ich in mir spüre ♥♥♥