NachLES(e)UNG

NachLES(e)UNG

Wow, war das ein tolles Erlebnis!

Am vergangenen Donnerstag, 6. September 2018 habe ich aus meinem Blog gelesen. Ich war im wunderschönen Berkentienhaus in Lübeck zu Gast beim Kilian Andersen Verlag.

kav-logo

Ein junger Verlag, der sich insbesondere sozial-/pädagogischer Themen zur Prävention annimmt. Die Verlegerin Heike Knebel behauptet gerne von sich, dass sie „aus Versehen“ zu diesem Verlag gekommen sei – ich glaube, das sollte genau so passieren ;0)

Zu diesem Verlag mit seinen ganz besonderen Menschen passt mein „Herzensthema“ ganz wunderbar – und wir haben beschlossen, dass es kein Buch in Papierform braucht, um eine Lesung abzuhalten.

Ich freue mich sehr, dass wir so einen „Raum“ schaffen konnten, um über Trauer, Tod und Sterben und auch über das Leben danach zu sprechen.

Strahlend präsentiert: Blog zu Tod und Trauer
Ein leider ziemlich unscharfes Foto von mir als Lesende

Ich war ganz schön aufgeregt – hab mich aber nichtsdestotrotz total gefreut auf dieses Ereignis.

Wie zu Beginn meiner „Bloggerzeit“ im Juli 2017 fühlte ich mich ein wenig wie „nackt auf der Einkaufsstraße“, aber dieses Gefühl verging tatsächlich im Lauf der Lesung.

Die Lesung war gut besucht – übrigens ein sehr „buntes“ Publikum von Mitte zwanzig bis Rentenalter (ist das ein respektvolles Wort für Ü65? Ich hoffe sehr, denn so ist es gemeint). Die Gäste saßen gemütlich in Korbstühlen mit gutem Blick auf mich am Stehtisch mit Barhocker. Dort hatte ich mein Laptop platziert – schließlich schreibe ich ja digital, da wäre ein Lesen vom Papier irgendwie ein Stilbruch gewesen, oder?

Den Gästen habe ich eine „exklusive“ Geschichte mitgebracht, die ich an dem Abend als Einstieg gelesen habe. Sie ist im Blog passwortgeschützt zugänglich – das Passwort haben hoffentlich alle Besucherinnen und Besucher mitgenommen ;0)

Nach dem einleitenden Beitrag habe ich „Tut mir leid – Sie haben kein Problem“, „Bist du etwa immer noch traurig“, „Ich würd‘ dich gern (nochmal) besuchen“ und „Chapeau“ vorgetragen. Das Lesen von „Ich würd‘ dich gern (nochmal) besuchen“ fiel mir am schwersten – das ist bis heute auch noch immer der Artikel, der mir am meisten Mut abverlangt hat…

Zwischen den vorgelesenen Beiträgen habe ich ein wenig von mir erzählt, vom Bloggen und von meiner Sicht auf die Dinge.

Anschließend haben wir bei Kaffee und Kuchen noch Gespräche geführt. Ich habe das als große Bereicherung empfunden und freue mich so sehr über die Offenheit mir gegenüber – und auch untereinander…

Ich danke von Herzen für diese gemeinsame Zeit – und freue mich mega auf die neuen Ideen und Projekte, die an diesem Abend geboren wurden: das wird toll!!!

…und wie schön: ich muss gar nicht wehmütig sein, dass es so schnell vorbei war!

Es ist schon ein neuer Termin in Sicht:

Montag, 22. Oktober 2018 um 18.00 Uhr darf ich erneut im Berkentienhaus lesen. Details dazu verrate ich später ♥

Was könnte es für eine Lesung aus meinem Blog einen besseren Ort geben, als das Berkentienhaus anno 1612?

Hier haben die exzellenten Glashandwerker 1955/1956 die Totentanzfenster gefertigt, die Alfred Mahlau für St. Marien in Lübeck entworfen hatte. Diese wurden über das Kopfsteinpflaster der Mengstraße auf der Schottschen Karre in die Marienkirche transportiert und dort eingebaut. Dieses Fenster bewundern heute noch täglich hunderte Touristen als Attraktion im Rahmen ihres Lübeckbesuches – und werden davon zum Nachdenken über den Tod angeregt…

4 Gedanken zu “NachLES(e)UNG

  1. Liebe Anja,

    Danke für die schöne Zusammenfassung Deines – ich möchte mal sagen- neuen Meilensteins in deinem Blogger-Dasein. Die Texte der Öffentlichkeit vorzustellen, von Angesicht zu Angesicht, mit unmittelbaren Reaktionen von sich und anderen – das nimmt sicher schon andere Ausmaße innerlich an, als das wohldurchdachte Schreiben, das man sich zeitlich anders einteilt.
    Ich freue mich sehr für dich- vor allem dass es so produktiv war und auf so viel Interesse stieß.
    Gerne wäre ich dabei gewesen, auch beim nächsten Mal – leider ist das ja so gar nicht um die Ecke😆
    Ich wünsche dir für diesen Weg, der nun ja ein weiteres Gleis für dich gelegt hat, viel Erfolg und Freude!😊🍀

    Bezüglich des passwortgeschützten Beitrages: Ich bin etwas unbeholfen – wo finde ich das Passwort?🙃

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    1. Liebe Bianka,

      ooooooh, „Meilenstein“ klingt ja pompös – großartig! Hm, aber das wäre dann ja ein Ziel, das man vorab festgelegt hätte, oder? Das war es nun ganz und gar nicht, ist die Lesung ja eher wie ein „Geschenk“ zu mir gekommen… Aber es ist ebenso großartig, als wäre es geplant gewesen – oder noch großartiger…? Egal: toll, eben!

      Ja, es ist in der Tat anders, als ob man in Ruhe zu Hause schreibt. Aber ich konnte mich ja vorbereiten und ein wenig üben (damit ich nicht unter Tränen lesen muss, wie es tatsächlich beim ersten Mal zu Hause passiert ist ;0).

      Komm doch nach Lübeck auf Besuch – die Stadt ist wundervoll!
      Ansonsten: wenn es eine Finanzierung gibt, komme ich auch zu dir auf die Ecke :0)

      Der passwortgeschützte Beitrag ist nur für die Gäste der Lesung. Ich wollte ein kleines Geschenk weitergeben als Dankeschön, dass sie extra gekommen sind.
      Das Passwort habe ich vor Ort weitergegeben – du kannst also aufhören zu suchen… Vielleicht schalte ich ihn irgendwann für alle frei, das weiß ich noch nicht…

      Viele liebe Grüße
      Anja

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      1. ‚Meilenstein‘ in Bezug auf deinen Trauerweg.. aber du hast Recht – das Wort klingt sehr mächtig. Eine neue Station? Haltepunkt? Na gut.. man muss nicht alles benennen. Ich finde nur schön, was sich dir da für ein toller neuer weiterer Weg eröffnet hat. :)

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