Lieblingsessen…

Lieblingsessen…

Ich grüble seit dem Wachwerden: Was war dein Lieblingsessen?!
…es will mir nicht einfallen… Erst hat mich das ganz traurig gemacht. Wieso weiß ich das nicht mehr? Weshalb finde ich keine Erinnerung dazu? Vergesse ich?

Fakt ist: ich könnte es dir heute nicht kochen, weil es mir nicht einfallen will… Fakt ist auch: das macht nichts, denn du bist nicht hier…

Das 6. Mal schon…

Der sechste Geburtstag, den du nicht mehr mit uns gemeinsam feierst… 54 Jahre könnten wir heute feiern – wenndenndann…
Nein, heute gibt es keine Party, kein Erinnerungsfeiern. Mir ist nicht danach.
Aber ich fühle mich dir heute ganz besonders verbunden, bin in Gedanken bei dir.

„Du bist ein Geschenk…“

Was für eine tolle Wertschätzung, wenn man so etwas gesagt bekommt, oder? Ich fühle mich reich beschenkt, dass ich Menschen in meinem Leben habe, die solche Sätze zu mir sagen und denen ich solche Sätze sagen mag.
…tja, und diese Menschen sind nur in meinem Leben, weil du nicht mehr da bist… Das fühlt sich ein wenig traurig an – aber tatsächlich nur ein wenig…

Denn… eigentlich bist du gar nicht so weg, wie ich das anfangs dachte (am Anfang der Trauerzeit). Es ist tatsächlich eine Verbundenheit geblieben und als Teil von mir, von meinem Leben, gehst du weiter mit mir mit. Jede/r auf der jeweiligen Seite… Zu spirituell? Zu abgedreht? Nein, finde ich nicht. Ich fühle mich frei, weil da diese Verbindung besteht. Ob das andere auch so fühlen, kann mir dabei gleichgültig sein.

Vor ein paar Tagen hast du mich im Traum besucht. Das war voll schön, denn ich hatte gar nicht mit dir gerechnet… Dein Bild war in meinem Alltag gar nicht so recht präsent. So war es schön, kurz mit dir zu reden – allerdings traumgesteuert, ich hatte da keinen direkten Einfluss… Ich glaube, das war ziemlicher Blödsinn, den wir da geredet haben ;0)

Rosenkohlabenteuer…

Nun ist mir auch eingefallen, dass es wohl gar kein Lieblingsgericht gab, das dein absoluter Favorit war. Du warst einfach stets sehr „dankbar“ beim Essen, hattest keine großen Ansprüche. In einem Haushalt groß geworden, in dem das Kochen eher „Glückssache“ war (wie oft habe ich wohl die Augen verdreht, wenn du mal wieder getönt hast, wie lange es angeblich gedauert habe, bis du wusstest, dass Rosenkohl beim Kochen nicht braun werden muss – hahaha…), hatte das Essen keine große Wichtigkeit.

Essen gehen, sich im Restaurant verwöhnen lassen – das hast du geliebt…
In diesen Zeiten ist ein Restaurantbesuch nicht so schön, wie er sein müsste, um dich zu feiern… Wir holen das nach, ja?

Auf dich!

Trauer muss nicht immer traurig aussehen...
…du fehlst!

Alles Liebe zum Geburtstag!!!